# So installieren und konfigurieren Sie den Apache für WordPress

Die Kombination von Apache und WordPress läuft häufig, ohne dass Sie Updates oder Änderungen am Webserver vornehmen müssen. In manchen Fällen muss die Serveranwendung jedoch aktualisiert oder konfiguriert werden, um WordPress ausführen zu können. Erfahren Sie, wie Sie den Apache für WordPress installieren und konfigurieren.

## Apache für WordPress: Anforderungen

- Ein Server mit Linux
- Administratoren-Berechtigungen (root oder sudo)

Hinweis Für alle Cloud-Server mit Plesk sollten Anwendungen wie WordPress immer über die Plesk-Schnittstelle installiert und verwaltet werden. Eine ausführliche Anleitung liefert Ihnen unser Artikel „WordPress auf einem Cloud Server mit Plesk verwenden“.

## Apache-Version überprüfen

Im ersten Schritt überprüfen Sie die Version des Apache. Sie finden diese mit den folgenden Befehlen:

- **Ubuntu und Debian**: sudo apache2 -v
- **CentOS, Fedora und RHEL**: sudo httpd -v

Wenn Sie das jeweilige Kommando auf Ihrem Linux-System ausführen, erhalten Sie Informationen über Ihren Apache-Server – inklusive der Versionsnummer.

[![Bild: Apache: Version anzeigen im Ubuntu-Terminal](https://www.ionos.com/de-ch/digitalguide/fileadmin/_processed_/2/c/csm_apache-version-anzeigen_7fc97aef05.webp "Apache: Version anzeigen im Ubuntu-Terminal")](https://www.ionos.com/de-ch/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2023/apache-version-anzeigen.png) Apache-Version anzeigen im Terminal von Ubuntu. Im angezeigten Beispiel läuft auf dem Ubuntu-Server also die Apache-Version 2.4.52.

Tipp Sie haben den Webserver noch nicht auf Ihrem Linux-Server installiert? Lesen Sie in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie einen Apache-Webserver einrichten.

## Apache aktualisieren

Für die aktuelle Version von WordPress sollten Sie auf **Apache Version 2.4 oder höher** zurückgreifen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass der Webserver mit der verwendeten PHP-Edition (7.4+) kompatibel ist. Außerdem ist so sichergestellt, dass WordPress auf das Apache-Modul `mod_rewrite` zurückgreifen kann. Wie Sie PHP installieren, erfahren Sie an anderer Stelle im Digital Guide.

Hinweis Das Apache-Upgrade von Version 2.2 auf 2.4 kann zu Problemen mit älteren Websoftware-Paketen führen. Lesen Sie sich die folgende [Liste mit Änderungen](https://httpd.apache.org/docs/current/upgrading.html "Apache Project: Upgrading from 2.2 to 2.4") genau durch, um sicherzustellen, dass Ihre Webanwendung nicht betroffen ist, bevor Sie den Apache aktualisieren.

### Ubuntu und Debian

Auf neueren Ubuntu- und [Debian](https://www.ionos.com/de-ch/digitalguide/server/knowhow/debian-die-universelle-system-software/)-Systemen, einschließlich Ubuntu 22.04, installieren Sie die aktuelle Version von Apache , indem Sie zunächst die Paketverwaltung mit dem folgenden Kommando aktualisieren:

```bash
sudo apt update
```

Anschließend verwenden Sie den klassischen Installationsbefehl für Apache2, um das Upgrade durchzuführen:

```bash
sudo apt install apache2
```

### CentOS, Fedora und RHEL

Auf neueren CentOS- und RHEL-/Fedora-Distributionen, einschließlich CentOS 7, aktualisieren Sie den Apache mit dem Befehl:

```bash
sudo yum update
```

Hinweis Sollte der gezeigte Befehl nicht funktionieren, müssen Sie unter Umständen zunächst das Paket-Tool EPEL (Extra Packages for Enterprise Linux) installieren und einrichten. Auf der offiziellen Website von Red Hat finden Sie eine entsprechende [Anleitung für die Einrichtung unter RHEL und CentOS](https://www.redhat.com/sysadmin/install-epel-linux "Red-Hat-Anleitung: EPEL-Installation").

## Installation von mod\_rewrite

WordPress verwendet wie erwähnt die `mod_rewrite`-Rewrite-Engine von Apache, um **URLs weiterzuleiten und umzuschreiben**.

`mod_rewrite` ist standardmäßig auf CentOS- und Red-Hat-Systemen installiert und aktiviert. Um das Modul auf Ubuntu und Debian anzuschalten, verwenden Sie den folgenden Befehl:

```bash
sudo a2enmod rewrite
```

Nach der Installation müssen Sie die Apache-Dienste mit dem Befehl neu starten:

```bash
sudo systemctl restart apache2
```

Die gewünschten URL-Rewrites regulieren Sie dann über eine [.htacces](https://www.ionos.de/hilfe/hosting/glossar-hosting-fachbegriffe-verstaendlich-erklaert/htaccess-kurz-erklaert/ ".htaccess kurz erklärt – IONOS Hilfe-Center")-Datei.

## mod\_rewrite in Apache aktivieren

In einigen Fällen muss der Apache konfiguriert werden, damit `mod_rewrite` ausgeführt werden kann. Hierfür ist die Apache-Konfigurationsdatei entsprechend anzupassen. Ihr Speicherort hängt von der Einrichtung Ihres Servers ab – standardmäßig ist die Hauptkonfigurationsdatei des Apache in folgenden Verzeichnissen zu finden:

- **RHEL, Fedora und CentOS**: `/etc/httpd/conf/httpd.conf`
- **Ubuntu und Debian**: `/etc/apache2/apache2.conf`

Existieren separate Apache-Konfigurationsdateien für verschiedene Domains, sind diese der üblichen Konvention nach unter folgenden Pfaden zu finden:

- **RHEL, Fedora und CentOS**: `/etc/httpd/conf.d/[Ihr Domainname].conf`
- **Ubuntu und Debian**: `/etc/apache2/sites-available/[Ihr Domainname].conf`

Haben Sie den Speicherort der Konfigurationsdatei gefunden, öffnen Sie diese mit einem beliebigen Texteditor (Administrator-Zugriff) und suchen nach der folgenden Zeile:

```text
AllowOverride None
```

[![Bild: Apache-Konfigurationsdatei: mod_rewrite aktivieren](https://www.ionos.com/de-ch/digitalguide/fileadmin/_processed_/9/f/csm_apache-mod-rewrite-eintrag_872000d5e0.webp "Apache-Konfigurationsdatei: mod_rewrite aktivieren")](https://www.ionos.com/de-ch/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2023/apache-mod-rewrite-eintrag.png) Apache-Konfigurationsdatei mit ausgeschaltetem mod\_rewrite-Modul Den Eintrag ersetzen Sie nun durch folgende Zeilen:

```text
AllowOverride All
Order allow,deny
Allow from all
```

Speichern und beenden Sie die Datei und starten Sie den Apache mit diesem Befehl neu:

```bash
sudo systemctl restart apache2
```


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